Termine & Veranstaltungen

Am 27.01.2020, dem 75. Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, gedenken wir der Opfer des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte: Des industriellen Massenmordes und der Zerstörung des europäischen Judentums durch die Nationalsozialisten. Diese deutsche Schuld verpflichtet alle nachfolgenden Generationen der Täterinnen und Täter zu einer besonderen Verantwortung. Das gehört inzwischen zum erwartbaren Konsens in der Politik der Bundesrepublik.

 

 Doch was ist eigentlich mit der „zweiten deutschen Schuld“? Ist überhaupt bekannt, was damit gemeint ist?

 

Zitat Ralph Giordano: „Wir leben in einem Land, in dem auf die größten geschichtsbekannten Verbrechen mit Millionen und Abermillionen Opfern, die wohlbemerkt hinter den deutschen Fronten umgebracht worden sind wie Insekten, das größte Wiedereingliederungswerk für Täter folgte, das es je gegeben hat. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind sie nicht nur straffrei davongekommen, sie konnten ihre Karrieren auch unbeschadet fortsetzen.

 

Diesen »großen Frieden mit den Tätern«, ihre hastige soziale, politische und wirtschaftliche Eingliederung während der ersten Legislaturperioden des Bundestages, diese geradezu kollektiv funktionierende Verdrängung und Verleugnung der ersten Schuld unter Hitler habe ich die »zweite Schuld« genannt.“

 

 

Zum Thema „Zweite Deutsche Schuld“ findet im Gemeindehaus Fahrland, Priesterstraße 5, 14476 Fahrland eine Filmvorführung mit anschließender Gesprächsrunde statt. Herzlich eingeladen sind ausdrücklich auch kirchenferne Interessierte. Gezeigt wird der Spielfilm „Im Labyrinth des Schweigens“ (2014). 
Los geht es am 27.01.2020 um 19:30 Uhr.

 

Fragen: pfarrsprengel.fahrland@t-online.de

 

 

06.03.2020 | 09.00 Uhr

Weltgebetstag der Frauen